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# Badsanierung ohne Stufen: bodengleiche Dusche und Haltegriffe planen

Eine bodengleiche Dusche ist der Kern jeder barrierefreien Badsanierung. Der Boden wird dabei so weit abgesenkt, dass die Duschfläche eben mit dem übrigen Bodenbelag abschließt. Das klingt einfach, verlangt aber eine genaue Planung der Entwässerung. Der Abfluss muss im Estrich verschwinden, was eine Mindestaufbauhöhe von etwa 12 bis 15 Zentimetern voraussetzt. Bei dünnen Decken oder Holzbalkenlagen ist das oft nicht machbar. Wer frühzeitig prüft, ob der Untergrund mitspielt, spart sich später teure Überraschungen. Eine Alternative sind flache Duschrinnen, die weniger Einbautiefe benötigen und trotzdem einen stufenlosen Übergang ermöglichen.

Haltegriffe sind mehr als ein Accessoire. Sie müssen dort sitzen, wo sie tatsächlich greifen: neben der Toilette, in der Dusche und an der Badewanne. Die richtige Höhe liegt bei etwa 80 bis 90 Zentimetern über dem Fertigfußboden, gemessen ab Unterkante. Wichtig ist eine kraftschlüssige Befestigung in der Wand. In Leichtbauwänden reicht einfaches Dübeln nicht aus, hier braucht es eine stabile Unterkonstruktion oder spezielle Verbundanker. Auch die Form spielt eine Rolle: gerade Stangen eignen sich zum Festhalten, gewinkelte Modelle zum Abstützen beim Aufstehen. Wer sich mit den verschiedenen Gestaltungsideen für ein zugängliches Zuhause beschäftigt, findet unter [barrierefreiem Wohnen](https://media-top.de/barrierefreies-wohnen-gestaltungsideen-fuer-ein-zugaengliches-zuhause/) praktische Anregungen, die sich direkt in die Badplanung übertragen lassen.

Die Rutschsicherheit des Bodenbelags wird bei der Planung häufig unterschätzt. Fliesen mit der Bewertungsklasse R10 oder höher sind im Duschbereich Pflicht, besser noch R11. Auch die Größe der Fliesen beeinflusst die Fugenanzahl und damit die Griffigkeit. Kleine Formate mit vielen Fugen bieten mehr Halt als großformatige Platten. Zusätzlich lässt sich eine Duschmatte oder ein rutschhemmendes Profil nachrüsten, falls der Untergrund keine Verklebung mit hoher Reibung zulässt. Wer die Dusche mit einem klappbaren Sitz ausstattet, entlastet beim Waschen und macht die Nutzung auch für Menschen mit eingeschränkter Standsicherheit möglich.

Ein durchdachtes Bad ohne Stufen erfordert außerdem genügend Bewegungsfläche vor Toilette, Waschbecken und Dusche. Ein Wendekreis von mindestens 150 Zentimetern ist die Faustregel, damit Rollstühle oder Rollatoren problemlos manövrieren können. Türen sollten nach außen öffnen oder als Schiebetüren ausgeführt sein. Licht und Kontraste helfen bei der Orientierung: Ein dunkler Haltegriff auf heller Fliese ist besser zu erkennen als ein weißer auf weißem Grund. Wer diese Punkte von Anfang an in die Planung einbezieht, vermeidet teure Nachbesserungen und schafft ein Bad, das langfristig nutzbar bleibt.


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